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1. Januar 1982
Ein fast sechsstündiges Europaprogramm in den
Sprachen Flämisch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch nimmt
der Sender „BRT-Brüssel“ auf. In der Zeit von
18 bis 23.45 Uhr wird auf Mittelwelle 1512 kHz und auf zwei Kurzwellen
gesendet.
1. Januar 1982
Auf 102,2 MHz meldet sich „Radio One“ aus
dem Elsass (Testsendungen seit Sommer 1981). Basler Popmusik-Liebhaber
betreiben diesen halblegalen Stereo-Sender mit Studio in Hegenheim.
Mit französischer Unterstützung werden die sporadischen
Sendungen zu einem Vollprogramm ausgebaut. Im Februar 1983 wird
das Studio ins Jugend- und Kulturhaus von St-Louis verlegt.
1. Januar 1982
Die Regionalisierung der Tagesschau des Schweizer
Fernsehens ist verwirklicht. Seit ihrem Bestehen – erste
Sendung am 29. August 1953 – wurde die Tagesschau für
alle drei Regionen in Zürich gestaltet und unterstand der
Generaldirektion. Nun sind die Redaktionen ins Fernsehen der Regionen
eingegliedert, während eine Aktualitäten-Koordinationszentrale
die nationale Integrationsfunktion der Fernsehnachrichten gewährleistet.
Die Tagesschau des Westschweizer Fernsehens wird in Genf produziert,
die italienischsprachige Tagesschau bleibt vorläufig in Zürich.
13. Februar 1982
Über einen 100 kW starken Kurzwellensender
von „Harris“ und eine nach Nordosten gerichtete Antenne
mit Standort New Orleans beginnt Joseph Costello mit seiner Station „WRNO-Worldwide“,
Popmusik-Programme in Richtung Kanada, Skandinavien, West- und
Mitteleuropa und für den Mittelmeerraum auszustrahlen. Joseph
Costello ist Eigentümer der „Gulf South Broadcasters“,
eines Unternehmens, das im Gebiet von New Orleans zwei Mittelwellen-
und drei UKW-Stationen und mehrere Kinos betreibt. Am 18. November
1980 erhielt Costello von der „Federal Communication Commission“ (FCC)
eine Lizenz zur Errichtung einer privaten Kurzwellenstation in
den USA. „WRNO-Worldwide“ erweist sich bald als Fiasko.
Der Sender ist zu schwach für die überfüllten Kurzwellenbänder.
Auch die Hoffnungen auf Buchung multinationaler Werbung haben sich
nicht erfüllt. Das Musikprogramm schrumpft immer mehr zusammen,
weil die beste Sendezeit an religiöse Gruppen vermietet wird.
18. Februar 1982
In der Nähe von Zürich wird der erste
direkte Satellitenempfang in der Schweiz vorgeführt. Mit einer
mobilen 2-m-Parabolantenne von „Hirschmann“ wird das
sowjetische Fernsehprogramm, das für Auslandrussen in Kuba
und Botschaftsangehörige via Satellit verbreitet wird, aufgefangen.

24. Februar 1982
Das dritte Programm von „Radio Suisse Romande“ wird
unter der Bezeichnung „Couleur 3“ im 24-Stunden-Betrieb
eingeführt. Es richtet sich mit Informationen und moderner
Unterhaltungsmusik vor allem an die jüngere Generation. Am
17. Februar 1982 hatte der Bundesrat der „SRG“ die
Bewilligung für die versuchsweise Ausstrahlung eines dritten
Radioprogramms in der Westschweiz für die Dauer von drei Jahren
erteilt. „Couleur 3“ ist vorerst über den Sender
La Dôle auf 100,7 MHz und über den Sender Savièse
auf 1485 kHz zu empfangen.
28. Februar 1982
Das deutsche Fernsehen strahlt zum ersten Mal ein
dreidimensionales Programm aus. Die vom „NDR“ produzierte
Einführungssendung „Wenn die Bilder plastisch werden“ wird
am 7. März fortgesetzt.
1. März 1982
Die britische Firma „Satellite Television“ (PLC
= Public Limited Company) beginnt mit Testsendungen über den
Orbital Test Satellite 2 „OTS“. Dieser europäische
Fernmeldesatellit wurde 1978 auf eine stationäre Bahn geschossen
und bis vor kurzem für Testzwecke verwendet. Der Satellit
sendet im 11-Gigahertz-Bereich und kann nur mit einer Parabolantenne
von drei Metern Durchmesser empfangen werden. Das codierte Unterhaltungsprogramm
wird in Norwegen, Finnland und Malta empfangen, entschlüsselt
und in die Kabelnetze eingespeist.
Das offizielle Programm von „Satellite-TV“ beginnt
am 26. April 1982 und bietet den rund 200000 Kabelfernsehzuschauern
täglich von 20 bis 22 Uhr eine bunte Auswahl von Film-, Sport-,
und Musikbeiträgen, unterbrochen von internationaler Werbung.
Initiant und Direktor von „Satellite-TV“ ist der Filmproduzent
Brian Haynes.
30. April 1982
„Teleclub“ heisst ein spezieller Programmdienst
der Zürcher Firma „Rediffusion“. Den Abonnenten
von „Teleclub“ bietet man gegen eine monatliche Gebühr
von 29 Franken und eine einmalige Anschlussgebühr von 90 Franken
zwanzig Spielfilme im Monat an. Voraussetzung ist, dass das Fernsehgerät
am Kabelnetz der „Rediffusion“ angeschlossen ist.
6. Mai 1982
In Belgien werden lokale Privatsender anerkannt.
9. Mai 1982
„Radio 24“ nimmt zum dritten Mal die
Sendetätigkeit auf, nachdem auch der zweite Schliessungsbefehl
aufgehoben wurde.

24. Mai 1982
Nach fünfjähriger Sendepause beginnt „Radiobras“,
der brasilianische Auslandsdienst, wieder mit der Ausstrahlung
der deutschsprachigen Programme.
24. Mai – 28. November 1982
Die „Europäische Rundfunkunion“ mit
30 Mitgliedern und Sitz in Genf verbreitet unter dem Markenzeichen „Eurikon“ über
den Satelliten OTS 2 ein Testprogramm. Beiträge kommen aus
London, Rom, Wien, Hilversum und München. Der Versuch findet
unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
1. Juni 1982
Beim Radio der italienischen Schweiz wird das Nachtprogramm
eingeführt. „Radionotte“ ist von Mitternacht bis
6 Uhr zu hören.
1. Juni 1982
„Trans World Radio Monaco“ nimmt den
neuen 500-kW-Kurzwellensender offiziell in Betrieb.
7. Juni 1982
Der Bundesrat beschliesst die Verordnung über
lokale Rundfunkversuche, welche die bis Ende Juni 1982 befristete
Kabelrundfunk-Verordnung ablöst. Die neuen Bestimmungen treten
auf den 1. Juli 1982 in Kraft und ermöglichen – während
einer Versuchsphase von fünf Jahren – lokalen Radiostationen
die drahtlose Verbreitung von Programmen in einem Maximalbereich
von 20 Kilometern Durchmesser. Für diese Lokalradios ist eine
beschränkte Werbung erlaubt. Die entsprechenden Konzessionsgesuche
müssen bis zum 30. September 1982 eingereicht werden. Ebenfalls
zugelassen sind Fernsehübertragungen in örtlichen Kabelnetzen,
allerdings ohne Werbung.
21. Juni 1982
„ABC“ und „Westinghouse“ lancieren
in den USA den „Satellite News Channel“ (SNC) als Konkurrenzunternehmen
zu Ted Turners erfolgreichem „Cable News Network“ (CNN).
Angeschlossen sind zwei Dutzend TV-Stationen, darunter „WSVN-TV“ Miami, „WNEW-TV“ New
York, „WBZ-TV“ Boston und „KPIX-TV“ San
Francisco. Im Oktober 1983 bringt Ted Turner „SNC“ zum
Schweigen, indem er das Unternehmen für 25 Millionen Dollar
aufkauft.

30. Juni 1982
„Radio DRS“ setzt das Autoradio-Informationssystem „ARI“ ein.
Autoradios, die mit einem Decoder ausgerüstet sind, schalten
automatisch vor jeder Verkehrsinformation ein.
1. Juli 1982
Das „Närradio“ (Lokalradio) ist
nun endgültig ein fester Bestandteil des schwedischen Rundfunksystems.
Dies beschloss der Schwedische Reichstag im Juni mit 155 gegen
154 Stimmen.
2. Juli 1982
Im Zürcher Volkshaus findet die Gründung
des „Radio 24-Clubs“ statt. Roger Schawinski strebt
eine breite Hörer-Trägerschaft an, um sicher eine Lokalradio-Bewilligung
zu erhalten.
3. Juli 1982
Im Walliser Fremdenverkehrsort Leukerbad nimmt der „Schwarze
Punkt“ als erster Lokalfernsehsender auf der Basis der neuen
Rundfunkverordung, den Betrieb auf. Ein Jahr lang sollen die Abonnenten – am
Startwochenende rund 2300 – nun täglich ihr Fernsehen
Leukerbad erhalten.
15. Juli 1982
In der Region Zürich (ausser der Stadt Zürich)
kann das englischsprachige Satellitenprogramm der britischen „Satellite
Television“ empfangen werden. Die Kabelfirma „Rediffusion“ übernimmt
das Programm vom Orbital Test Satellite und speist es in ihr Kabelnetz
ein.
15. August 1982
„Radio Belsace“ nennt sich ein christlicher
Sender, der von Frankreich aus die Region Basel und Baden plus
das Elsass mit religiösen Musik- und Wortprogrammen versorgt.
Gesendet wird auf 104,1 MHz in Französisch und Deutsch.
26. August 1982
Auch die Stadt-Zürcher kommen jetzt in den
Genuss des englischen „Satellite TV“.

31. August 1982
In den USA sind 9160 lizensierte Mittelwellen- und
UKW-Stationen im Äther.
1. – 6. September 1982
An der 54. Internationalen Fernseh-, Radio-, und
HIFI-Ausstellung FERA in Zürich ist das Westschweizer Radio
mit „Couleur 3“ zu Gast, und strahlt sein Programm
zusätzlich über den FERA-Sender auf dem Üetliberg
(102,7 MHz) aus, so dass es im Raum Zürich zu empfangen ist.
2. September 1982
Auf Weisung der maltesischen Regierung wird die
Stromversorgung für die Sendeanlagen der „Deutschen
Welle“ (Relaisstation) unterbrochen. Am Tag zuvor trat auf
Malta ein Gesetz in Kraft, das den Betrieb ausländischer Sender
untersagt. Die Relaisstation umfasst einen 600-kW-Mittelwellensender
sowie drei 250-kW-Kurzwellensender.
30. September 1982
258 Gesuche betreffend Lokalradio- und Lokalfernseh-Konzession
sind beim Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement
(EVED) eingegangen. An der Spitze der Gesuchsteller ist die Agglomeration
Zürich mit 34 Gesuchen.
September 1982
Nachdem die bürgerliche Regierung in Norwegen
die ersten 300 Sendelizenzen an private Träger vergeben hat,
meldet sich in Oslo die Frauenstation „RadiOrakel“.
Rund dreissig Gruppen erhalten in Oslo eine Sendebewilligung. Auf
drei Frequenzen wird nach einem Schema die Sendezeit genau aufgeteilt.
Dank Spenden und Mitgliederbeiträgen können sich diese
Lokalsender über Wasser halten. Zurzeit sind die Bestrebungen
im Gang, künftig auch Werbung zuzulassen.
1. Oktober 1982
Die Radio- und Fernsehkonzessionsgebühr in
der Schweiz wird von 34.50 auf 43.50 Franken erhöht (zweimonatlich).
26. Oktober 1982
Im Rahmen der Truppenübung „Feuervogel“,
Abteilung Presse und Funkspruch (APF – ein Organ des Bundesrates),
strahlt „Radio DRS“ von Mitternacht bis 5.45 Uhr ein
nationales Programm aus. Zum Einsatz kommen neben dem Mittelwellensender
Sarnen auf 1566 kHz sämtliche UKW-DRS 1-Sender. Das Programm
besteht aus deutsch-, französisch-, und italienischsprachigen
Nachrichten und Musik.

1. November 1982
Ein Fernsehsender in Nuuk, Grönland, versorgt
erstmals die Inselbewohner mit einem offiziellen Fernsehprogramm.
Bis anhin konnten die 51 500 Einwohner Grönlands nur über
geschlossene Kabelnetze die Programme des dänischen Fernsehens
mit rund vier Wochen Verspätung sehen. Das haupsächliche
Prinzip der Programmverteilung bleibt die Verkabelung, die Ende
der sechziger Jahre durch private Kabel-TV-Vereinigungen eingeführt
wurde.
2. November 1982
Englands zweiter privater Fersehkanal „C4“ startet.
Jetzt verfügt Grossbritannien über zwei reklamefreie
und zwei kommerzielle TV-Programme. „Channel 4“ will
ein hochstehendes Kontrastprogramm zum kommerziellen Hauptsender „Independent
TV“ (ITV) anbieten. Die Finanzierung erfolgt durch die 15
regionalen „ITV“-Gesellschaften. Im ersten Jahr zahlen
sie 380 Millionen Franken ein. Da der neue Sender kein einziges
Programm selbst produziert, wird das meiste Geld für die Programmbeschaffung
verwendet. Die Aufträge für Sendungen gehen vor allem
an die 15 „ITV“-Gesellschaften sowie an private Produktionsfirmen.
Die für das langfristige Überleben notwendigen sieben
Zuschauerprozente erreicht der Sender bereits 1984; „BBC
2“, das Kontrastprogram der staatlichen Sendeanstalt, brauchte
hiefür ganze sieben Jahre.
22. – 28. November 1982
Die „ARD“ führt das fünfte
Versuchsprogramm im Rahmen des europäischen Gemeinschaftsfernsehens
durch. Das Versuchsprogramm „Eurikon“ wird von den
15 Mitgliedsorganisationen der „Europäischen Rundfunkunion“ (EBU)
gemeinsam getragen. Das Programm, das von den Fernsehzuschauern
nicht empfangen werden kann, wird über den Orbital Test Satelliten
eine Woche lang täglich zwischen 19.15 und 24 Uhr ausgestrahlt.
2. Dezember 1982
Die Relaisstation der „Deutschen Welle“ auf
Malta wird nach umfangreichen Zugeständnissen der deutschen
Regierung wieder in Betrieb genommen.
7. Dezember 1982
Nach dem Staatsstreich in Surinam schliesst die
Militärregierung alle fünf Privatsender. Die Sationen „Radika“ und „ABC“ werden
niedergebrannt. Die anderen, geschlossenen Stationen sind: „Radio
Paramaribo“, „Radio Apintie“ und „Radio
Rani“. Einzige Station in Surinam ist somit der Staatssender „SRS“ (Stichting
Radio Omroep Suriname) auf 725 kHz, der unter militärische
Kontrolle gestellt wurde.

17. Dezember 1982
Mit Sendestandort Saipan, Hauptinsel der Marianen,
beginnt die amerikanische Kurzwellenstation „KYOI“ in
Richtung Japan Rock- und Popmusik auszustrahlen. Der Direktor,
Lawrence S. Burger, sieht hier eine lohnende Marktlücke. Träger
der Station ist die „Mariana Communications“. Die Sendeanlagen
von „KYOI“ stehen bei Agingan Point – 2500 Kilometer
südlich von Tokio. Der neue 100-kW-Sender stammt von „Continental
Electronics“ aus Texas. Die Station beschäftigt nur
sieben Personen auf Saipan. Der automatische Sendebetrieb ist computergesteuert.
Die Programme kommen von Band, das einmal pro Woche von Los Angeles
eingeflogen wird, wo es die Musikgesellschaft „Drake-Chenault“ produziert.
21. Dezember 1982
Wegen Blitzeinschlags in die Sendeanlagen auf dem
Pizzo Groppero verstummt „Radio 24“ für fünf
Tage. Der „Bayerische Rundfunk“ stellt, auf Anfrage
hin, Ersatzteile zur Verfügung.
Dezember 1982
Die bundesdeutschen Alternativsender gründen
die „Assoziation freier Radios“.
Dezember 1982
Die amerikanische Fernsehserie „Superman“,
die zurzeit in Malaysia läuft, hat tragische Folgen. Vier
Kinder sind in den vergangenen Wochen in dem Irrglauben, sie könnten
wie Phantomhelden im Film fliegen, in den Tod gesprungen und mehr
als ein Dutzend Kinder brachen sich Beine, Arme und Rippen. Die
tödlich verletzten Kinder waren noch keine fünf Jahre
alt.
1982
Die Republik Kamerun übernimmt das in Deutschland
entwickelte PAL-Farbfernsehsystem. Mit der Einrichtung der technischen
Anlagen sind „Siemens“ und „Thomson CSF“ beauftragt
worden.
1982
Die amerikanische Fernmeldebehörde „FCC“ hat
grundsätzlich die Einführung von Stereofonie-Sendungen über
Mittelwellen-Stationen freigegeben. Die Entscheidung war mehrere
Jahre, in denen es eine Reihe von Auswertungsversuchen gegeben
hatte, überfällig. Ziel der Massnahme ist es, die Mittelwellensender,
die seit langem Hörer an die konkurrierenden UKW-Stationen
verlieren, wieder wettbewerbsfähiger zu machen.

1. Januar 1983
Die nationale Rundfunkgesellschaft „SABC“ der
Republik Südafrika hat für die dort lebenden Inder einen
eigenen Programmdienst eingerichtet. „Radio Lotus“ nennt
sich der komerzielle Sender.
17. Januar 1983
Fernsehen zum Frühstück bringt die „BBC“ unter
dem Titel „Breakfast Time“. Von 6.30 bis 9 Uhr werden
wochentags Informationen, Wetterberichte und Dienstleistungen geboten.
18. Januar 1983
„Radio Mediterran“ (Malta) beginnt mit
einem internationalen Service in englischer, arabischer und französischer
Sprache auf Mittelwelle 1557 kHz und Kurzwelle im 49-m-Band. Erste
kurzlebige Sendungen dieser Art gehen ins Jahr 1978 zurück.
Januar 1983
Einen eigenen Rundfunksender, „Radio Union“,
hat die Journalistengewerkschaft Ecuadors eröffnet.
Januar 1983
Aus der Demokratischen Volksrepublik Korea meldet
sich „Radio Pyöngyang“ mit einem deutschsprachigen
Programm.
1. Februar 1983
Mit „Good morning Britain“ erhalten
die Engländer ein zweites Frühstücksfernsehen. Die
kommerziellen Fernsehunternehmen haben sich in der neuen Gesellschaft „TV-AM“ zusammengeschlossen
und bringen täglich von 6 Uhr bis 9 Uhr ein Informationsmagazin ähnlich
dem des „BBC“-Programms „Breakfast Time“.
26. Februar 1983
Im Kurzwellenzentrum in der Nähe von Ankara
nimmt die Stimme der Türkei zwei 500-kW-Sender in Betrieb.

15. März 1983
Auf Kurzwelle meldet sich „Radio Truth“,
ein neuer südafrikanischer Untergrundsender, der die Bevölkerung
Zimbabwes zum Widerstand aufruft.
16. März 1983
„Sud Radio“ sendet wieder von Andorra
aus auf der der alten Frequenz 819 kHz. Der Sender in Toulouse
ist noch aktiv.
18. März 1983
Die „South African Broadcasting Corporation“ eröffnet
die Station „Radio Ndebelde“.
21. März 1983
Der Auslandsdienst von „Radiobras“ (Brasilien)
sendet jetzt auch in französischer Sprache.
31. März 1983
Die kommerzielle Station „Swazi Radio“ in
Swaziland reduziert den Sendebetrieb drastisch. das Programm ist
nur noch am Wochenende und nur für wenige Stunden zu hören.
31. März 1983
Unter der Bezeichnung „Radio X-tra“ startet
die „Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft“ in
Genf versuchsweise ein englischsprachiges Radioprogramm für
die in diesem Raum stark vertretene internationale Gemeinschaft.
Produziert werden die Sendungen, mit Hauptakzent auf Information,
vom „Schweizer Radio International“ unter Mitwirkung
des Westschweizer Radios. Das Programm wird über den Sender
Chouilly auf 90,8 MHz ausgestrahlt.
März 1983
Das dänische Kulturministerium gibt grünes
Licht für private Lokalsender. Im Sommer 1984 existieren bereits
39 nichtkommerzielle Lokalradios im ganzen Land.

März 1983
In München wird ein Verbund regionaler privater
Feriensender in Nord- und Mittelitalien gegründet.
1. April 1983
„Radio Moskau“ führt ein französischsprachiges
Programm ein.
3. April 1983
Die „Belgische Radio en Televisie“ (BRT)
eröffnet einen neuen flämischen Programmdienst für
die jüngeren Hörer. „Studio Brüssel“ sendet
von Montag bis Freitag auf Mittelwelle 1512 kHz und über einen
50-kW-UKW-Sender auf 102,8 MHz.
5. April 1983
Auf dem Schweizer Markt wird die Compact Disc (CD)
offiziell eingeführt. Sie wird in nächster Zukunft die
von Emil Berliner 1887 erfundene Schallplatte verdrängen.
18. April 1983
Der „Walt-Disney“-Konzern startet mit
seinem eigenen, gebührenpflichtigen Pay-TV-Dienst. Dieser „Disney-Channel“,
der rund vierzig Millionen Dollar kostet, will täglich 16
Stunden lang im amerikanischen Kabelfernsehen mit alten und neuen
Programmen präsent sein. Ein Grossteil dieser Sendungen wird
im erst kürzlich eröffneten Epcot Center bei Orlando,
Florida, hergestellt werden. Damit der „Disney-Kanal“,
der auch Erwachsene ansprechen möchte, zum Erfolg wird, muss
er mindestens vier Millionen Abonnenten haben.
April 1983
Unter dem Motto „Kann Senden Sünde sein“ treffen
sich in Erlangen die freien Radios in Deutschland. Ein freier Rundfunkrat
wird aus der Taufe gehoben. Der Rat, dem unter anderen Robert Jungk,
Günter Wallraf und Henning Venske angehören, soll den Ätherpiraten
Rechtshilfe geben und für die Öffentlichkeitsarbeit sorgen.
April 1983
Aus dem Elsass meldet sich „Radio Italia“ auf
103 MHz. Der starke Sender ist weit über den geduldeten Radius
von 30 Kilometern hinaus mit italienischem Programm zu empfangen.

1. Mai 1983
Der „Österreichische Rundfunk“ (ORF)
nimmt neue Sender und Antennen im Kurzwellenzentrum Moosbrunn in
Betrieb. Neben einem 500-kW-Sender ist auch eine Drehstandantenne
dazugekommen.
3. Mai 1983
In Madrid verbreitet der private TV-Sender „Antenna
Libertad“ ein einmaliges Fernsehprogramm von 15 Minuten Länge.
Privatfernsehen ist in Spanien noch nicht zugelassen.
17. Mai 1983
Auf Vorschlag der Generaldirektion hat der Verwaltungsrat
von „Radio-Télévision Luxembourg“ (RTL)
beschlossen, dass „RTL“ im Januar 1984 mit einem deutschsprachigen
Fernsehprogramm startet. In der Anfangsphase wird dieses Programm
jedoch nur regional zu empfangen sein.
18. Mai 1983
In Irland werden die illegalen Werbesender „Radio
Nova“ und „Radio Sunshine“ von den Behörden
geschlossen.
25. Mai 1983
Der „Verband der Schweizerischen Lokalradio-Stationen“ (VSLR)
wird in Zürich gegründet. Vorläufiger Geschäftssitz
ist Basel.
26. Mai 1983
In Basel wird der „Förderverein Satelliten-Rundfunk
und andere Kommunikationssysteme“ gegründet.
28. Mai 1983
„Radio Kairo“ nimmt das Programm in
persischer Sprache nach vierjähriger Unterbrechung wieder
auf.

2. Juni 1983
Der grösste spanische Zeitungskonzern, „El
País“, eröffnet in Madrid eine Privatstation
auf UKW. Dieser Sender ist der Vorreiter für 220 private Lokalstationen,
die in Kürze zu senden beginnen werden. An die 6000 Bewerber
hatten sich gemeldet, als die spanische Regierung vor Jahresfrist überraschend
die Lizenzvergabe ankündigte.
5. Juni 1983
In Brasilien nimmt als fünftes privates Fernsehnetz „Rede
Manchete“ den Betrieb auf. Hinter diesem kommerziellen Unternehmen
steht der Multimedia-Konzern „Bloch Editores“. Beabsichtigt
wird nicht etwa ein Kontrastprogramm zu den anderen vier privaten
Fernsehnetzen des Landes, nämlich „TV Globo“, „Bandeirantes“, „Record“ und „TV-Silvio
Santes“. In erster Linie sind es kommerzielle Überlegungen
(400 Millionen Dollar Werbeeinnahmen, wovon zwei Drittel der grössten
privaten Fernsehanstalt, „Globo“, zufliessen), die
das Familienunternehmen „Bloch Editores“ bewogen, ins
TV-Geschäft einzusteigen.
7. Juni 1983
Für 15 Minuten ist der Peripheriesender „Europe
No 1“ „off the air“. Betroffen von dieser Störung
ist die Ausstrahlung eines Interviews mit dem französischen
Postminister Louis Mexandeau. Ein anonymer Anrufer meldet sich
bei der Station und erklärt sich verantwortlich für den
Senderausfall.
18. Juni 1983
In Cape Canaveral startet die US-Raumfähre
Challenger. Bei diesem Flug wird erstmals ein bundesdeutscher Satellit
verwendet.

20. Juni 1983
Die Entscheide über die Versuchsphase mit Lokalrundfunk
in der Schweiz sind gefallen: Der Bundesrat hat 36 Projekte für
lokales Radio und sieben Lokalfernsehprojekte bewilligt. Die fünfjährige
Versuchsbewilligung tritt am 1. November 1983 in Kraft.
Gleichzeitig erteilt der Bundesrat der „SRG“ die Erlaubnis,
ab 1. November 1983 ein drittes Programm des „Radios der
deutschen und rätoromanischen Schweiz“ versuchsweise
für drei Jahre zu produzieren und auszustrahlen. Damit ist
die seit langem angestrebte klare Typisierung der drei Radioprogramme,
besonders auch in musikalischer Hinsicht, realisierbar geworden.
22. Juni 1983
Der neue Missionssender „KNLS“ mit Standort
in Alaska beginnt mit Testsendungen im 16-m-Band. Geplant sind
religiöse Programme in russischer und ukrainischer Sprache.
Hinter diesem Projekt steht die „World Christian Broadcasting
Corporation“.
30. Juni 1983
„Radio X-tra“, der englischsprachige „SRG“-Sender
in Genf, stellt nach dreimonatigem Versuchsprogramm den Betrieb
ein.
Juni 1983
Auf den privaten französischen Lokalsender „Thollon“ wird
ein Brandanschlag verübt. Der Sender, der im ganzen Genferseegebiet
gehört werden kann, erlitt einen Schaden von rund 60000 Franken.
Eine anonyme Gruppe übernimmt die Verantwortung für den
Anschlag und weist darauf hin, dass die Schweiz bald eigene Lokalsender
habe und deshalb keine Einstrahlung von einem französischen
Sender brauche.
Juni 1983
Der europäische Fernmeldesatellit „ECS
F1“ ist einsatzbereit. Auf insgesamt neun Transpodern (Kanälen)
können TV-Programme übertragen werden.

1. Juli 1983
In Polen wird ein Fernseh- und ein Hörfunkprogramm
gestrichen. Von dieser Sparmassnahme sind etwa 1000 Mitarbeiter
betroffen.
1. Juli 1983
In Island wird der fernsehfreie Monat Juli abgeschafft.
Der isländische Rundfunk beschloss 1982, dass die Mattscheiben
der 70000 Fernsehgeräte auf der Insel fortan auch im Juli
flimmern sollen.
1. Juli 1983
Strukturwandel bei der „Australian Broadcasting
Commission“ (ABC). Das „C“ steht jetzt für
Corporation.
4. Juli 1983
„Radio Japan“ mietet Sendezeit beim „International
Transmission Center“ in Moyabi, Gabun.
4. Juli 1983
„Radio York“, die dreissigste „BBC“-Lokalstation,
beginnt auf 666 kHz zu senden.
5. Juli 1983
Der Verwaltungsrat der „AG für das Werbefernsehen“ beschliesst
die Zuschauerforschung inskünftig aufgrund elektronischer
Messungen durchzuführen und dazu das in der Schweiz entwickelte „Telecontrol“-Gerät
zu verwenden.
6. Juli 1983
Der Bundesrat spricht sich für die versuchsweise
Einführung des Abonnentenfernsehens in der Schweiz aus. Die
Konzession zur sprachregionalen, nationalen und internationalen
Ausstrahlung von Pay-TV soll einer noch zu gründenden Trägerschaft,
die die interessierten Kreise umfasst, erteilt werden.

15. Juli 1983
Fast drei Stunden lang sendet die illegale spanische
TV-Station „Televisión Comercial“ aus einem
Kino in Barcelona. Das Programm enthält vorwiegend Aufrufe
und Manifestationen von Politikern, Sängern und Journalisten
zugunsten privaten Fernsehens und Erklärungen gegen das staatliche
Fernsehmonopol.
22. Juli 1983
Die vom Bundesrat zur Bedingung gemachte Dachorganisation
für die Einführung von Pay –TV wird gegründet.
In Bern hat sich die „Schweizerische Trägerschaft für
Abon-nementsfernsehen“ (STA) als Verein gebildet. Mit dabei
sind vorläufig „Rediffusion“, „Telsat“, „Telesystems“ und
die Westschweizer Arbeitsgruppe für die Förderung des
Abonnementsfernsehen.
(Siehe auch 19. August 1983)
27. Juli 1983
Das Sendeschiff vor Israels Küste, „The
Voice of Peace“, beginnt mit einem 400-Watt-Sender auf Kurzwelle
(6240 kHz) zu senden. Bisher war die Friedensstation nur auf Mittelwelle
und UKW zu hören.
30. Juli 1983
Nachdem „Radio 24“ während einigen
Tagen auf zwei Frequenzen zu hören war, hat man jetzt die
altbekannte Frequenz 103,6 MHz verlassen und sendet nur noch auf
104,25 MHz.
6. August 1983
Das private brasilianische Fernsehnetz, „Rede
Manchete“, wird offiziell seiner Bestimmung übergeben.
11. August 1983
Ohne offizielle Sendelizenz beginnt von Bozen aus „Radio
M 1“ auf 104,7 MHz in Stereo zu senden. Das Zielgebiet ist
München, wo sich auch ein Studio für Wortbeiträge
befin-det.
19. August 1983
In Zürich wird die „Schweizerische Pay-Sat
AG“ als Betriebsgesellschaft für Abonnementsfernsehen
in der deutschen Schweiz gegründet. Hauptaktionär ist
die „Rediffusion“. Mit von der Partie sind die „SRG“, „Telsat“ und „Telesystems“.

20. August 1983
Nach verschiedenen Testsendungen am 15. und 19.
August meldet sich der Offshore-Sender „Radio Caroline“ um
13 Uhr mit dem regulären Programm auf 963 kHz zurück.
Das Sendeschiff vor Englands Küste beherbergt einen 50-kW-„Continental“-Sender
sowie einen 10-kW-Reservesender.
5. September 1983
„Radio France International“ nimmt offiziell
den Russisch-Dienst auf.
11.September 1983
Aus Sterzing meldet sich „Radio-Tele-Alpina“ auf
103,4 MHz. Zielgebiet ist Insbruck.
17. September 1983
Die Kurzwellen-Musikstation „Radio Victoria“ strahlt
ihre erste Sendung auf 7295 kHz aus. Von nun an ist das deutschsprachige
Pop-Programm auf verschiedenen italienischen Privatsendern am Wochenende
zu hören. Das Programm wird vom Initiator Roger Kirk in deutschland
auf Band aufgenommen.
19.September 1983
Die „Schweizerische Trägervereinigung
für Abonnementsfernsehen“ (STA) erhält vom Bundesrat
eine Konzession für die Übertragung von Abonnementsfernsehen
(Pay-TV). Die auf sechs Jahre befristete Konzession hat den Zweck.
das Bedürfnis für diese Art von Massenkommunikation abzuklären,
sowie die Finanzierung, die Auswirkungen auf die traditionellen
Medien und die Möglichkeit der Förderung des schweizerischen
Filmschaffens zu untersuchen.
23. September 1983
Die „Schweizerische Pay-Sat AG“, die
Betriebsgesellschaft für ein schweizerisches Satelliten-Pay-TV,
hat den Abonnementsvertrag mit der PTT unterzeichnet und gleichzeitig
eine Bankgarantie von 16 Millionen Franken zur Deckung der Satellitenmiet-gebühren
für die ersten drei Betriebsjahre hinterlegt.
30. September 1983
Von 20 bis 24 Uhr stehen die Sendungen von „Radio
24“ im Zeichen des Vorläufigen Abschieds. Wegen der
vom Bundesrat verordneten Zwangspause muss „Radio 24“ bis
zur Aufnahme des Betriebs als legaler Lokalsender in Zürich
seine Sendungen von Italien aus einstellen.

1. Oktober 1983
„Radio Antilles“ auf Montserrat beginnt
mit einem bilingualen Radioprogramm in englischer und französischer
Sprache. Dieses nicht alltägliche Experiment ist einmalig
in der internationalen Radiogeschichte. Dem kommerziellen Sender
stehen drei Mittelwellen-Frequenzen zur Verfügung: 930 kHz
(200 kW), 740 kHz (20 kW) und 1450 kHz (10 kW).
1. Oktober 1983
Der Herausgeber zweier Jugendzeitschriften, Jürg
Marquard, übernimmt die Sendeanlagen von „Radio 24“ in
Italien und beginnt mit seiner Station „Sound Radio“ um
00.00 Uhr zu senden. Wegen einer Panne am Sendepult findet die
geplante Eröffnungsparty im Studio in Cernobbio nicht statt.
Erst ab 1.30 Uhr ist ein moderiertes Programm möglich. Bis
dahin ist auf 104,25 MHz nur nonstop „Beautiful Music“ zu
hören. Es wird von Sabotage gesprochen. doch beweisen lässt
sich diese Behauptung nicht. Tags darauf, kurz nach 20 Uhr, wird
die Eröffnungsfeier nachgeholt.
3. Oktober 1983
Das japanische Fernsehen „NHK“ führt
auf seinen Kanälen den Teletext ein.
6. Oktober 1983
Die erste kommerzielle britische Radiostation macht
Konkurs. „Centre Radio“ bricht um 13 Uhr das Programm
ab. Die „Independent Broadcasting Authority“ (IBA)
bemüht sich unverzüglich um eine Notversorgung des Gebiets
und strahlt seitdem Musiksendungen aus. „Centre Radio“ nahm
am 7. September 1981 in Leichester den Sendebetrieb auf.
10. Oktober 1983
„Radio M 1“ verstummt. Die Sendeantenne
auf dem Schwarzenstein (Tirol) wird von unbekannten Tätern
komplett zerstört. Es gelingt der „M 1“-Crew nicht,
kurzfristig eine provisorische Ersatzantenne in Betrieb zu nehmen.
22. Oktober 1983
„TV-Syd“, die experimentelle Regional-Station
in Südjütland, nimmt den Betrieb auf. Die Eigenprogramme
werden sonntags von 13 bis 14 Uhr ausgestrahlt.

1. November 1983
Das „Radio in der deutschen und rätoromanischen
Schweiz“ beginnt um Mitternacht mit der Ausstrahlung des
dritten Programms. „DRS 3“ richtet sich an ein jüngeres
oder jung gebliebenes Publikum und sendet vor allem Rock- und Popmusik
im weitesten Sinn. Der Generaldirektor der „SRG“, Leo
Schürmann, eröffnet gemeinsam mit Programm-Chef Peter
Bühler den Sender. Das 24-Stunden-Programmangebot besteht
neben moderner Unterhaltungsmusik aus aktuellen Informationen,
Servicerubriken über das Wetter und den Strassenzustand, Verkehrsmeldungen
und Konsumenteninformationen. Als weitere Neuerung wird im Mittagsprogramm
von „DRS 1“ um 12.15 Uhr eine erste, fünfminütige
Ausgabe des Regionaljournals eingefügt.
Am ersten Sendetag von „DRS 3“ sind folgende Sender
in Betrieb: Üetliberg 102,7 MHz, Säntis 103,1 MHz, Bantiger
101,7 MHz, Valzeina 97,2 MHz, Feschel 101,1 MHz und St. Chrischona
103,5 MHz, später folgen die Sender Pfänder 102,0 MHz,
Gebidem 96,6 MHz, Niederhorn 100,4 MHz und Rigi 101,3 MHz.
1. November 1983
Sieben der 36 vom Bundesrat konzessionierten Lokalradiosender
nehmen ihren Betrieb auf. In den folgenden Kantonen melden sich:
Baselland
„Radio Raurach“ 102,9 MHz - Geschäfts- und Programmleitung:
Robert Bösinger. Chefredaktion: Remo Antonini.
Basel-Stadt
„Radio Basilisk“ 100,9 MHz (ab 2. November 100,6 MHz, wegen Störungen
von Radio Dreyeckland/Elsass ) - Chefredaktor: Christian Heeb. Informationschef:
Urs Hobi.
Bern
„Radio ExtraBe“ 97,7 MHz - Programmdirektor: Matthias Lauterburg.
Redaktoren: Hermann Baumberger, Michel Haefeli, Urs Maurer, Peter Miles.
Zug
„Radio Sunshine“ 93,1 MHz - Programmleiter: Peter Matter. Redaktion/Nachrichten:
Alfons Spirig.
Zürich
„Radio 24“ 101,8 MHz - Programmdirektor: Roger Schawinski. Redaktionskollektiv:
Markus Gilli, Andi Büchi, Thomas Diethelm, Dani Wyler, Ueli Müller.
„Radio Z“ 101,1 MHz - Programmdirektor:
Hans-Peter Meng. Chefredaktion: Alfred Fetscherin.
„Radio Zürisee“ 103,5 MHz - Programmdirektor:
René Bondt. Reporter/Nachrichtenredaktoren: Robert Michel,
Hannes Heldstab, Ruth Burri.

7. November 1983
Eine Woche lang strahlt „Concert-Sender Amsterdam“ versuchsweise
ein klassisches Musikprogramm über Kabelnetz (102,4 MHz) aus.
14. November 1983
Aus Zürich meldet sich ein weiterer Lokalsender.
Das alternative Lokalradio, kurz „LORA“, existiert
bereits seit 1976 auf dem Papier und von nun an auch im Äther.
Täglich wird ein hörernahes, werbefreies Programm von
17 bis etwa 01.00 Uhr auf 88,1 MHz ausgestrahlt. Zweitausend Mitglieder
unterstützen „LORA“ mit einem jährlichen
Beitrag von 50 Franken.
16. November 1983
Der Bundesrat hat zwei weiteren Lokalsendern definitive
Versuchsbewilligungen erteilt. Es handelt sich um „Radio
Svizzera del Verbano“ in Locarno und „Radio Corol“,
Crans-près-Céligny.
25. November 1983
Pünktlich um 21 Uhr beginnt in Schaffhausen
das Lokalradio-Zeitalter. „Radio Munot“ strahlt von
nun an sechs bis sieben Stunden Eigenproduktionen auf 91,5 MHz
aus. Die Leitung hat Norbert Neininger. Von der „SRG“ werden
Nachrichten und einzelne Musiksendungen übernommen.
28. November 1983
„Radio Thohoyandou“, Republik Venda,
führt auf Mittelwelle einen Auslandsdienst ein. Ab sofort
strahlt der 100-kW-Sender Testsendungen aus. Für den Inlandsdienst
stehen vier UKW-Sender zur Verfügung.
1. Dezember 1983
In Island wird ein zweites Radioprogramm eingeführt.
Seit 10 Uhr strahlt der Sender Reykjavik auf 99,9 MHz das zweite
Programm aus.
1. Dezember 1983
Zwölf Glockenschläge der Luzerner Hofkirche
sind das Startzeichen für die Radiomacher vom Lokalsender
Pilatus. Punkt 00.00 Uhr nimmt „Radio Pilatus“ mit
dem Werbeslogan: „Lokal, schnell und aktuell“ auf 99,5
MHz seine Sendungen auf. Felix Walker zeichnet als leitender Redaktor.
Um 16 Uhr des gleichen Tages nimmt das erste Oberwalliser
Lokalradio den Sendebe-trieb auf. „Radio Matterhorn“ erreicht
eine Hörerschaft von rund 30 000 Personen von Zermatt bis
St. Niklaus und sendet täglich von 18 bis 22 Uhr auf 96,0
MHz. Geschäftsleiter ist Stephan Perren.

6. Dezember 1983
Der erste Lokalsender in der französischen
Schweiz nimmt den Betrieb auf. „Radio Genève musique
et information“ strahlt täglich ein 19stündiges
Programm auf 88,3 MHz aus. Geschäftsleiter ist Patrick M.
Asgharr und für die Information ist Joseph Teyssier zuständig.
21. Dezember 1983
„Radio Rijnmond“, ein nichtkommerzieller
Lokalsender, nimmt im Gebiet Hoek van Holland den Betrieb auf.
Innerhalb des Programms von „Hilversum 3“ werden täglich
ein paar Stunden Lokalsendungen über den Sender Rotterdam
auf 93,4 MHz ausgestrahlt.
25 Dezember 1983
Der afghanische Widerstand strahlt erstmals landesweit
ein eigenes Radioprogramm aus. Der Rebellensender „Freies
Mudschaheddin Radio“, der in rund 3 000 Metern Höhe
in den Bergen im Osten des Landes installiert ist, wurde völlig
ungestört in Islamabad empfangen. Die erste Sendung erfolgte
genau vier Jahre nach dem Einmarsch der Sowjettruppen. Sie wurde
in den beiden wichtigsten Landessprachen Pasthou und Persisch ausgestrahlt.
An der Errichtung des Senders hatte sich die französische
Gruppe „Freunde Afghanistans“ beteiligt.
31. Dezember 1983
Das britische Kabelfernsehen wird um zwei „Cable
Music“-Kanäle reicher. Am Silvesterabend wird auf beiden
Kanälen, „Music Vision“ und „Cable Music“,
offiziell Premiere gefeiert. Die Sendungen sind ähnlich gestaltet
wie jene der amerikanischen „Music Television“ (MTV),
nämlich mit vielen aneinandergereihten Videoclips von Stars
aus der Pop- und Rockszene.
31. Dezember 1983
In der Silvesternacht, fünf Minuten vor Mitternacht,
nimmt der Berner Lokalsender „Radio Förderband“ den
Betrieb auf. Täglich wird von 17 bis 24 Uhr auf 96,7 MHz ein
kulturelles Programm ausgestrahlt. Verantwortliche Programmdirektion:
Daniel Leutenegger, Barbara Messerli, Urs Schnell und Urs Wäckerli.
Seit dem 21. März 1984 wird die Frequenz 104,2 MHz belegt.
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