3. Januar 1961
Das deutsche Fernsehen strahlt zwischen 22 und 22.30
Uhr eine zweite Ausgabe der Tagesschau aus.
5. Februar 1961
Der "Evangeliums-Rundfunk" nimmt via "Radio
Monte Carlo" den Programmdienst auf. Über den 100 Kilowatt
Kurzwellensender erklingt erstmals die Ansage: "Hier ist Monte
Carlo. Sie hören von Trans World Radio eine Sendung in deutscher
Sprache".
16. Februar 1961
Die "Commercial Neutral Broadcasting Company" mietet
Sendezeit beim niederländischen Piratensender "Veronica" und
beginnt mit dem ersten Offshore-Radioprogramm für englische
Hörer. Der Empfang im Zielgebiet lässt zu wünschen übrig,
was zur baldigen Einstellung der Sendungen führt.
21. Februar 1961
Der Offshore-Sender "Radio Nord" nimmt
vor Stockholms Küste den Sendebetrieb auf. Das Testprogramm
ist auf 606 kHz zu hören. Offizieller Start ist am 8. März
1961.
13. März 1961
Im Königsreich Tonga nimmt die 10-kW-Station "2CO" den
Sendebetrieb auf.
April 1961
"Monte Carlo TV" in Uruguay nimmt als
zweite private Station den Betrieb auf.

1. Mai 1961
"Radio Habanna Cuba" meldet sich im Äther.
Als Nachfolgestation von "Radio Rebelde" begann der Sender
im Februar 1961 mit Testsendungen. Der Kurzwellensender von "Brown
Boveri" wurde 1959, während einer Konferenz in Genf gekauft.
Täglich wird ein zweistündiges Programm in englischer
und spanischer Sprache ausgestrahlt.
1. Mai 1961
Der "Hessische Rundfunk" beginnt als erste
Rundfunkanstalt in der Bundesrepublik mit einem zweiten Fernsehprogramm,
das zunächst über drei posteigene Sender nur für
Hessen ausgestrahlt wird.
1. Mai 1961
Beginn des regulären Eurovisions-News-Exchange,
des internationalen Nachrichtenaustausches der Fernsehorganisationen
und Agenturen, nachdem die ersten Versuche des Filmnachrichten-Austausches
der Tagesschauen in den Jahren 1958 bis 1960 ein positives Echo
gefunden hatten.
2. Mai 1961
In Lugano-Paradiso wird - in einem ehemaligen Tramdepot
- das provisorische Fernsehstudio des Tessiner Fernsehens in Betrieb
genommen. Zugleich erfolgt die Übergabe eines modernen Fernseh-Reportagezuges.
Seit dem 1. Mai ist Franco Marazzi Programmleiter des italienischsprachigen
Fernsehens. Er war bereits 1960 mit der Organisa-tion des Fernsehens
in Lugano betraut gewesen.
Bereits im ersten Sendejahr gelingt dem Tessiner Fernsehen eine
Eigenproduktion von 100 Sendungen, 25 weitere werden in Gemeinschaft
mit dem italienischen Fernsehen verwirklicht.

15. Mai 1961
In Montreux findet bis zum 27. Mai der erste internationale
Wettbewerb für Unterhaltungssendungen im Fernsehen statt.
Der von der "UER" anerkannte Wettbewerb wird von der
Generaldirektion der "SRG" zusammen mit der Stadt Montreux
organisiert. Die "Goldene Rose von Montreux" wird seither
jährlich an den besten Beitrag verliehen.
1. Juni 1961
Die Generalversammlung der "UER" befasst
sich in Kopenhagen mit dem Plan des interkontinentalen Austausches
von Fernsehprogrammen über Satelliten.
1. Juni 1961
Von nun an verbreiten die Rundfunkanstalten der
Bundesrepublik ein zweites Fernsehprogramm.
1. Juli 1961
"Radio Guana" hebt den Auslandsdienst
aus der Taufe. Er soll später zu einem wichtigen Hilfsmittel
der Aussenpolitik Präsident Nkrumahs werden.
6. Juni 1961
Die Ministerpräsidenten der Bundesländer
unterzeichnen in Stuttgart den Staatsvertrag über die Errichtung
einer neuen Fernsehanstalt; er tritt am 1. Januar 1962 in Kraft.
Die öffentlichrechtliche Länderanstalt "Zweites
Deutsches Fernsehen" soll ihren Sitz in Main haben und spätestens
am 1. August 1962 mit der Ausstrahlung eines Kontrastprogramms
zum Ersten Programm der bestehenden Rundfunkanstalten beginnen.

August 1961
Die Kurzwellenstation "WRUL" führt
Europasendungen in 13 Sprachen ein. Seit dem 1. Januar 1961 ist
das "Worldwide Communication Centre" in New York das
neue Hauptquartier der Station.
1.September 1961
Aufgrund des Bundesrechtsgesetzes vom 29. November
1960 über die Errichtung von Rundfunkanstalten geht die Sendeanlage
Jülich (Deutsche Welle) in den Besitz der Deutschen Bundespost über,
die den Ausbau der Sendestation in der Linie der ursprünglichen
Konzeption weiterführt.
Seit 1968 verfügt Jülich über zehn 100-kW-Sender,
30 Richtantennen und drei Rundstrahler.
3. September 1961
In Peru wird "Radio Tropical" gegründet.
4. September 1961
Die ARD strahlt über die Zonensender ein tägliches
Programm für die Zuschauer in der DDR aus.
18. September 1961
Zwischen dem ayerischen, dem östereichischen
und dem Deutschschweizer Fernsehen wird ein Vertrag für gemeinsame
Produktionen von TV-Programmen unterzeichnet.
1. Oktober 1961
In Belgien wird ein drittes Radioprogramm
eingeführt. BRT 3 bringt ein Kulturprogramm mit klasischer
Musik und Wortbeiträgen.

29. November 1961
Wegen Streiks des niederländischen Fernsehpersonals
bleibt der Bildschirm zwei Tage lang leer.
19. Dezember 1961
Der "Schweizerische Kurzwellendienst" sendet
das erste Programm aus dem neuen Studio im Gebäude der Generaldirektion
der "SRG" in Bern.
31. Dezember 1961
In der Republik Korea wird das Fernsehen eingeführt.
Dem "KBS-TV" (Korean Broadcasting System) stehen ein
Studio und ein 2-kW-Sender zur Verfügung.
31. Dezember 1961
Um Mitternacht endet die Arbeit des "Deutschen
Langwellensenders".
1961
Auf den Comoros Inseln wird das Radio eingeführt. "Radio
Comoro" benutzt abwechslungsweise die Kurzwellenfrequenzen
3330 und 7260 kHz (4 kW). Ein 50-Watt UKW-Sender auf 96 MHz wird
1968 in Betrieb genommen.
Erste Rundfunkversuche fanden zwischen 1958 und Juni 1959 statt,
als sich jeden Sonntag einen 500 Watt-Küstenfunksender auf
7340 kHz an die Inselbewohner wandte.
1961
Im texanischen San Antonio nimmt das "Spanish
International Network" seine Sendetätigkeit auf, und
zwar zunächst nur mit einer Station, nämlich "KMEX-TV",
Kanal 41. In den wichtigsten hispanischen Ballungszentren der USA,
wie Los Angeles, Miami, New York und Fresco, entstehen weitere
Stationen; zehn sind konventionelle Sender (im UHF-Bereich), elf
sogenannte Low Power Television Stations (LP-TVs). Die weitaus
grösste, in den letzten Jahren am schnellsten gewachsene Zahl
von angeschlossenen Stationen machen 256 Kabelsysteme im ganzen
Land aus.

1. Januar 1962
Der "Deutschlandfunk", vormals "Deutscher
Langwellensender", beginnt um 16 Uhr auf Lang- und Mittelwelle
zu senden.
1. Januar 1962
In Malaysia wird kommerzielles Radio eingeführt.
Ein Jahr später gesellt sich der Auslandsdienst dazu.
1. Januar 1962
"The Voice of Nigeria" wird als Auslandsdienst
ins Leben gerufen. Mit 250 kW wird auf 7255 kHz ein sechssprachiges
Programm verbreitet.
19. Januar 1962
Gründung der "Radiodiffusion-Télévision
Marocaine".

Januar 1962
Der staatliche "Philippine Broadcast service" (PBS)
richtet Kanal 10 ein, der bis Februar 1963 auf Sendung ist. Seine
Schliessung beendet die Möglichkeit einer nicht kommerziellen
und auf Bildung ausgerichteten Fernsehanstalt im Land.
14. Februar 1962
Versuchsweise wird in Taiwan ein Bildungsfernsehen
eingeführt. Die unter Regierungskontrolle stehende "National
Education TV" (NETV), nimmt mit einem 100-Watt-Sender den
Betrieb auf. Im Radius von 50 Kilometern um Taipeh kann täglich
drei Stunden ferngesehen werden.
17. Februar 1962
Die "Emisora de Radiodiffusào de Macau" erhält
vom Staat eine Rundfunklizenz und beginnt ein Jahr später
auf 900 kHz in Portugiesisch und auf 1200 kHz in Kantonesisch zu
senden.
Februar 1962
Die zweite skandinavische Offshore-Station "Radio
Syd" nimmt vor der Küste von Malmö den Sendebetrieb
auf. An Bord des Sendeschiffes "Cheeta 1" befindet sich
ein UKW-Sender, der auf 89,62 MHz arbeitet.
31. März 1962
In Lugano wird das neue Studiogebäude von "Radio
della Svizzera Italiana" eingeweiht.

1. April 1962
Ausschliesslich über UKW wird in Polen ein
drittes Radioprogramm angeboten.
18. Mai 1962
Das Fernsehen der italienischen Schweiz strahlt
seine erste Schulfernseh-Versuchssendung aus. Vor einem knappen
Jahr, am 14. Und 16. Juni 1961, wurde schon in der deutschen Schweiz
ein Schulfernseh-Versuch durchgeführt.
Mai 1962
"Radio Gambia" wird durch den gambischen
Premierminister P.S. N`Jie eröffnet. Die Station sendet täglich
ein sechssprachiges Programm auf einer Frequenz.
Mai 1962
Auf Kanal A 12 startet "Teledoce" in Uruguay
das dritte private Fernsehprogramm.
30. Juni 1962
"Radio Nord" stellt seine Sendungen ein,
um mit dem neuen Gesetz der schwedischen Regierung gegen Piratensender
nicht in Konflikt zu kommen. Das Sendeschiff "Bon Jour" taucht
1964 vor Englands Küste auf und beherbergt diesmal "Radio
Atlanta".
1. Juli 1962
Die "Deutsche Welle" beginnt mit dem englischen
Dienst für Südasian und Australien.

10. Juli 1962
Der erste Nachrichtensatellit "Telstar" wird
auf seine Umlaufbahn geschossen.
11. Juli 1962
Über "Telstar" gelingt der "American
Telephone & Telegraph Company" erstmals eine Fernseh-Transatlantik-Übertragung
zwischen den USA und Frankreich. In der ersten Sendung unterhält
sich der Präsident der "American Telephone & Telegraph
Co.", Kappel mit dem Direktor des Projekts, O. Neill.
23. Juli 1962
Erster internationaler Fernsehprogramm-Austausch
zwischen Europa und den USA über den "Telstar".
Allgemein verblüfft die gute Bildqualität. Das Schweizer
Fernsehen steuert zum Europa-Programm eine Kurzreportage aus dem
CERN in Genf bei.
Die elliptische Umlaufbahn des 85 Kilogramm schweren Satelliten
hat zur Folge, dass seine Signale nur für kurze Zeit von den
Bodenfunkstationen in den USA und Europa mit ihren 30-Meter-Parabol-Antennen
afgefangen werden können.
31. Juli 1962
Das vom dänischen Parlament verabschiedete
Antipiratensender-Gesetz tritt um Mitternacht in Kraft. "Radio
Merkur", Europas erster See-Sender, stellt seine Aktivitäten
ein.
1. August 1962
Beginn der Sendungen der "Deutschen Welle" in
englischer und französischer Sprache für Afrika. Gleichzeitig
wird der englische Dienst für Ostasien und dem pazifischen
Raum aufgenommen.

11. August 1962
Erste Direktübertragung aus dem Weltall. Fernsehlifereportage
der sowjetischen Kosmonauten A. Nikolajew und P. Popowitsch von
Bord ihrer Raumschiffe Wostok-3 und Wostok-4 im Fernsehen der DDR.
15. August 1962
In Saigon nimmt der amerikanische Soldatensender "AFVN" (Armed
Forces Vietnam Network) den Programmdienst für die dort stationierten
Soldaten auf.
August 1962
"Radio Bahamas" führt ein kulturelles
Kontrastprogramm ein. Die Station mit dem Rufzeichen "ZNSS
2" nennt sich "Radio new Providence".
1. September 1962
Die auf der internationalen Stockholmer Konferenz
von 1961 für die UKW-Sender in Westeuropa beschlossene Neuverteilung
der Sendefrequenzen tritt in Kraft.
12. Oktober 1962
Vor der Küste von Belgien nimmt "Radio
Antwerpen" den Sendebetrieb auf. Der 73jährige Initiator,
Georges de Caluwe, sammelte schon vor dem Zweiten Weltkrig Erfahrungen
mit seiner lizenzierten Station "Radio Antwerpen". Nach
dem Krieg wurde Privatfunk in Belgien verboten.
Am Bord der "Uilenspiegel" befindet sich ein 10-kW-Mittelwellensender
sowie ein schwacher Kurzwellensender (1492 / 7600 kHz). Am 16.
Dezember 1962 gerät das Sendeschiff in Seenot und strandet
bei Cadzand.

Oktober 1962
Das Fernsehzentrum in Nairobi, Kenia, wird ein gutes
Jahr vor der Unabhängigkeit (12.12.1963) vom Herzog und der
Herzogin von Kent seiner Bestimmung übergeben. Der offizielle
Beginn des Programms ist auf Januar 1963 festgelegt.
Zum Anlass der Unabhängigkeitsfeiern im Dezember 1963 werden
500 öffentliche Fernsehstellen eingerichtet. Insgesamt 1,5
Millionen Kenianer verfolgen das historische Ereignis über
Fernsehen und Radio.
13. Dezember 1962
"RCA" startet den Nachrichten-Satellit "Relay
1" der ab 1963 Farbfernsehprogramme überträgt.
Dezember 1962
Mit Inbetriebnahme des starken UKW-Senders
in Marnach, kann radio Luxemburg seine täglichen deutschsprachigen
Sendungen ausbreiten. Neben der Mittelwelle (208m), die nur Nachmittags
für das deutsche programm zur Verfügung steht, ist
Radio Luxemburg von nun an auch von 6 bis 21 Uhr (ab Dezember
1964 bis 24 Uhr) auf 97 MHz zu empfangen.
Am 21. April 1967 wird in Marnach der zweite 100-kW-UKW-Sender
auf 88,9 MHz dazugeschaltet.
1962
Anlässlich der Asien-Spiele in Jakarta wird
in Indonesien das Fernsehen eingeführt. "Televisi Republik
Indonesia" (TVRI) beginnt mit einem Sender in Jakarta, der
acht Stunden pro Woche arbeitet.
1962
Assistiert von Technikern aus der BRD wird im Sudan
mit Fernsehen experimentiert. Reguläre Sendungen aus dem Studio
in Omdurman werden 1963 aufgenommen.
Zehn Jahre später wird in Wad Madani die zweite TV-Station
eröffnet.
1962
"Télé-Orient", ein von der "American
Broadcasting Company" finanzierter kommerzieller TV-Sender,
beginnt mit seinen Emissionen. Das Studio befindet sich in Hazmiyeh,
15 Kilometer von Beirut entfernt. Belegt werden die Kanäle
5 und 11.

1962
In Grand Turk, der Hauptstadt der Turks- und Caicosinseln
eröffnet "Cable & Wireless" die 200-Watt-Station "VS
18". Täglich werden auf 4560 kHz für die zahlreichen
Fischer der See-Wetterbericht und andere Dienstleistungen ausgestrahlt.

1. Januar 1963
"Danmarks Radio" führt ein drittes
Radioprogramm ein.
3. Januar 1963
Walter Bruch führt nach jahrelanger Forschungsarbeit
im Laboratorium von "Telefunken" in Hannover das von
ihm entwickelte PAL-Farbfernseh-Verfahren vor (PAL = Phase Alternation
Line).
9. Januar 1963
Mit dem US-Satellit "Relay" wird eine
Funkbrücke über denAtlantik hergestellt. "RCA" entwickelte
dieses erste Relaissystem für Nachrichtensatelliten.
18. Januar 1963
Erste Testsendungen des zweiten niederländischen
Fernsehnetzes. Für die Verbreitung sorgt der UHF-Sender Lopik.

15. Februar 1963
"Radio Malaysia" führt den Auslandsdienst
ein, erste Sendungen in Englisch, Indonesisch und Mandarin.
12. März 1963
Der "Lutheran World Broadcasting Service" nimmt
in einem Aussenbezirk von Addis Ababa seine missionarische Tätigkeit
mit der Station "Radio Voice of the Gospel" auf. Die
zwei 100-kW-Kurzwellensender und der 1-kW-Mittelwellensender sind
nur unweit von Radio Äthiopiens Senderpark installiert. Mit
den Kurzwellensendern werden die Zielgebiete Afrika Ceylon, China.
Indien und der Mittlere Osten bedient, während der Mittelwellensender
in den Sprachen Amharic, Englisch und Französisch die äthiopische
Bevölkerung versorgt.
März 1963
"Radio New York World Wide" lautet jetzt
die Stationsansage vom Kurzwellensender "WRUL" (bisher "Worldwide
Broadcasting System").
März 1963
Die "Radiodiffusion-Télévision
Marocaine" führt das Fernsehen ein (625zeilig).

1. April 1963
Das "Zweite Deutsche Fernsehen" (ZDF) überträgt
um 19.30 Uhr seine erste Sendung. Das provisorische Barackenstudio
in Eschborn wird 1974 durch das neue Sendezentrum in Mainz-Lerchenberg
abgelöst.
Die Werbeminute kostet beim "ZDF" 25 000 DM, bei der "ARD" 70
000 DM.
20. April 1963
Auf Montserrat, in der Ostkaribik, wird der kommerzielle
Sender "Radio Antilles" gegründet.
5. Mai 1963
In Rumänien führt "Radio Bucaresti" ein
drittes Radioprogramm ein.
12. Juni 1963
Der "Deutschlandfunk" strahlt die ersten
Sendungen in polnischer, serbokroatischer und tschechischer Sprache
aus.
19. Juni 1963
In Uruguay eröffnet die staatliche Organisation "Servico
Oficial de Difusión Radio Electrica - SODRE" die Fernsehstation "SODRE-TV" auf
Kanal 5. Im Gegensatz zu den drei privaten Unterhaltungssendern
im Land, liegt der Schwerpunkt bei "SODRE-TV" im kulturellen
Bereich.

26. Juli 1963
Der von Harold A. Rosen (Hughes Aircraft Co.) konzipierte
Nachrichtensatellit "Syncom 2", wird auf eine geostationäre
Bahn in 36 000 km Höhe gebracht. Diese Position erlaubt erstmals
einen Dauerbetrieb.
2. August 1963
Erste offizielle Vorführung einer Stereo-Rundfunksendung
vor Pressevertretern im Funkhaus Berlin-Nalepastrasse.
30. August 1963
Der "Sender Freies Berlin" führt
den stereofonen Rundfunk in der Bundesrepublik ein. Aus dem Haus
des Rundfunks in West-Berlin wird ein Eröffnungskonzert übertragen.
1. Oktober 1963
"Radio Antilles" beginnt mit seinen
Emisionen.
12. Oktober 1963
Auf der Deutschen Industrie-Ausstellung in West-Berlin
werden die ersten öffentlichen Farbfernseh-Vorführungen
durchgeführt.
20. Oktober 1963
Schweizer Fernsehen und Radio führen bei den
eidgenössischen Wahlen erstmals Wahlsendungen durch.

22. Oktober 1963
In den Niederlanden wird das Schulfernsehen eingeführt.
23. November 1963
Der "Norddeutsche Rundfunk" strahlt in
seinem dritten Programm die erste Stereo-Versuchssendung aus.
15. Dezember 1963
Auf Barbados nimmt die "Caribbean Broadcasting
Corporation" die Station "CBC Radio 900" in Betrieb. "CBC-Television" beginnt
im darauffolgenden Jahr mit Sendungen in schwarz/weiss auf Kanal
3. 1871 wird das Programm, zur Hauptsache Amerikanische Serien,
in Farbe ausgestrahlt.
28. Dezember 1963
In Malaysia wird das Fernsehen eingeführt.
Im November 1969 bezieht "TV-Malaysia" ein neues Sendegebäude
in der Nähe von Kuala Lumpur. Gleichzeitig startet das zweite
Fernsehprogramm.
1963
Die "Jamaica Broadcasting Corporation" beginnt
mit einem TV-Service.

1963
Start von "Uganda Television". Eine amerikanische
Firma liefert die technische Einrichtung und stellt Personal zur
Verfügung.
1963
Die Station "ZRU" in Lesotho nimmt den
Rundfunkbetrieb auf. Jeden Freitag und Samstag wird ein einstündiges
Programm ausgestrahlt.

1. Januar 1964
"Radio DDR" strahlt ein zweites Programm
aus (Radio DDR 2).
1. Januar 1964
Die "Malawi Broadcasting Corporation" beginnt
zu senden. Im laufe der Zeit wird ein "Network" von sieben
Mittelwellen-Stationen aufgebaut. Ein Kurzwellensender überträgt
ebenfalls das Mittelwellen-Programm aus dem Sendezentrum in Blantyre.
4. Januar 1964
Das "British Forces Network", Soldatensender
der britischen Armee, wird in "British Forces Broadcasting
Service" (BFBS) umbenannt.

1. Februar 1964
In Bockhacken, nördlich von Köln, wird
eine "Monitoring"-Station zum abhören ausländischer
Rundfunkdienste in Betrieb genommen. Die technische Ausrüstung
von Bockhacken erlaubt den Empfang von Hörfunksendungen nicht
nur im Kurzwellenbereich, sondern auch im Lang-, Mittel- und UKW-Bereich
sowie den Empfang von Fernsehsendern aus den Grenzgebieten der
Nachbarländer.
4. März 1964
Die regelmässigen Versuchssendungen des zweiten
niederländischen Fernsehnetzes werden aufgenommen.
12. März 1964
Offizieller Start von "Maldives Islands Broadcast
Service" (MIBS) in Malé. Der 5-kW-Sender Marke Eigenbau
arbeitet auf 1507 kHz. Im laufe der nächsten Jahre werden
sechs weitere Sender in Betrieb genommen. Stundenweise wird auch
auf verschiedenen Kurzwellenfrequenzen (3331, 4740, 6150, 7225
+ 9538 kHz) gesendet um optimale Empfangsbedingungen zu schaffen.
In den Abendstunden meldet sich ein kommerzieller Service mit 30
kW auf 4740 kHz mit der Ansage: "This is the oversea service
of Radio Maldives broadcasting from Malé in the republic
of the Maldives.
Die ersten Radioversuche auf den Malediven gehen in das Jahr 1960
zurück. Ein schwacher Mittelwellensender strahlte täglich
ein Informationsprogramm aus, das hauptsächlich in öffentliche
Parks über Lautsprecher verbreitet wurde, da kaum Radiogeräte
zur Verfügung standen.

28. März 1964
Pünktlich zur Mittagszeit eröffnet DJ
Chris Moore das offizielle Programm von "Radio Caroline" auf
1520 kHz (197 m) mit dem Beatles-Song "Can`t buy my love".
Das Sendeschiff "MV Caroline", ein ehemaliges dänisches
Fährschiff, befindet sich in internationalen Gewässern
auf der Höhe von Felixstowe. Initiant und Besitzer des ersten
englischen Piratensenders ist der 24jährige Ire Ronan O`Rahilly.
Alle Programme kommen "live" von Bord, wo sich auch eine
Handvoll DJ`s und weiteres Personal befinden. Anfangs wird nur
tagsüber gesendet, doch bals wird das Programm erheblich ausgedehnt.
Die "BBC"-müden Jugendlichen finden gleich Gefallen
an diesem neuen Sound aus der Nordsee.
16. April 1964
Über "Telstar 2" erfogt die erste
Fernseh-Direktsendung von Japan nach Europa. Die Übertragung
bringt unter anderem eine Reportage vom II. Internationalen Kongress
für Schulfunk und Schulfernsehen in Tokio.
20. April 1964
Die "BBC" eröffnet ihr zweites Fernsehprogramm
(625 Zeilen, UHF-Band). Die Sendungen können vorerst nur in
London und im Südosten des Landes empfangen werden. Das erste
TV-Programm wird weiterhin mit der alten Zeilenzahl 405 verbreitet.
24. April 1964
Der Bundesrat erlässt die Weisung über
die Fernsehreklame und beschliesst die Einführung des Werbefernsehens
in den drei Landesteilen auf den 1. Februar 1965.

28. April 1964
Die englische Offshore-Station "Radio Atlanta" beginnt
zu senden.
23. Mai 1964
In Zusammenarbeit mit der "RAI" strahlt
die "SRG" die erste Ausgabe der wöchentlichen Fernsehsendung "Un`ora
per voi" aus. Diese Sendung ist für die italienischen
Gastarbeiter bestimmt.
5. Juni 1964
"Manx Radio", der staatliche Sender auf
der Insel Man, nimmt den kommerziellen Programmdienst auf UKW auf.
Im Oktober des gleichen Jahres wird der Mittelwellensender (1594
kHz -188 m) in Foxdale dazugeschaltet. Das erste Studio befindet
sich in einem Wohnwagen, wo auch die Sendeeinrichtungen untergebracht
sind. Im Mai 1965 wird erstmals das Domizil gewechselt und im Oktober
1969 wird das Broadcasting House oberhalb Douglas Head bezogen.
Der Mitarbeiterstab wächst von sechs auf 33 Personen.
10. Juni 1964
Das Fernsehen "DRS" strahlt die erste
offizielle Schulfernsehsendung aus. Thema: "Unser Parlament,
wie es gewählt wird".
29. Juni 1964
Beginn der regelmässigen Sendungen des Jugendradios "DT
64" über den Berliner Rundfunk.

1. Juli 1964
Die "Voice of Kenia" wird vom Rundfunk-
und Informationsminister des Landes ins Leben gerufen. Die von
den Briten aufgebaute regionale Organisationsstruktur wird zentralisiert
und das Personal "afrikanisiert". Zur Finanzierung der "Voice
of Kenia" wird beim Kauf von Radio- und Fernsehgeräten
eine einmalige Gebühr erhoben. Das Gesamteinkommen bleibt
jedoch aufgrund von Schwarzimporten gering. Seit 1972 versorgt
die "VOK" drei inländische Programme: Eines in Suaheli,
eines in Englisch und ein Programm, das 14 lokale Sprachen berücksichtigt.
2. Juli 1964
Die beiden englischen Offshore-Stationen "Radio
Caroline" und "Radio Atlanta" schliessen sich zusammen.
Von nun an heissen sie "Caroline South" (vor der Küste
von Essex) und "Caroline North" (vor der Insel Man).
3. Juli 1964
In Bern wird die "AG für das Werbefernsehen" gegründet.
29. Juli 1964
Von einer Plattform vor der Küste der Niederlande
aus beginnt "Radio Noordzee" auf 1400 kHz zu senden.
Die ersten Testsendungen auf verschiedenen Wellenlängen begannen
schon am 26. Juli 1964. Das vielseitige Unterhaltungsprogramm von
9.00 bis 18.15 Uhr ist bei der Bevölkerung sehr beliebt.

1. August 1964
Der "Schweizerische Kurzwellendienst" beginnt
mit seinen regelmässigen Programmen in arabischer Sprache.
Täglich wird eine 30minütige Sendung ausgestrahlt, die
sehr rasch eine breite Hörerschaft finden.
8. August 1964
Sechs Kilometer ausserhalb der Stadt Kralendijk
auf Bonaire nimmt die internationale Radiomission "Trans World
Radio" einen neuen 500 Kilowatt starken Mittelwellensender
in Betrieb, der den alten Sender von 100 kW (800 kHz) ersetzt.
Seit dem 1. Oktober 1964 wird der regelmässige Programmdienst
in Richtung Mittel- und Südamerika abgestrahlt.
Ab Frühjahr 1965 wird auch auf Kurzwelle gesendet. Aufgrund
der mittlerweile überalterten und wartungsintensiven Anlagen,
werden im Juni 1993 die Kurzwellensender wieder abgeschaltet.
15. August 1964
Die erste Offshore-TV-Station der Welt, "TV-Noordzee",
nimmt vor Hollands Küste auf der Héhe von Noordwijk
den Sendebetrieb auf. Von derselben künstlichen Insel aus,
die auch "Radio Noordzee" benutzt, wird allabendlich
auf Kanal E 11 ein kommerzielles Unterhaltungsprogramm ausgestrahlt,
das zur Hauptsache aus amerikanischen Produktionen besteht. Mit
dem 10-kW-Sender werden etwa 800 000 Fernsehgeräte erreicht.
Die technische Einrichtung wird von "RCA" gestellt.

15. September 1964
Der DDR-Rundfunk strahlt erste Stereoversuchssendungen
aus. Die Musiksendungen sind dienstags und donnerstags von 18.20
bis 19 Uhr auf 99,7 MHz im Raum Berlin, Leipzig und Dresden zu
hören.
22. September 1964
Der "Bayerische Rundfunk" eröffnet
sein drittes Fernsehprogramm (Studienprogramm).
30. September 1964
Vom ehemaligen Flap-Stützpunkt Shivering Sands
in der Themsemündung aus, nimmt der Piratensender "Radio
City" den Sendebetrieb auf. Von der gleichen Festung aus meldete
sich schon am 27. Mai 1964 die Station "Radio Sutch",
betrieben vom Popsänger Screaming Lord Sutch. Doch die Station
hatte laufend mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen und
wurde schliesslich von Lord Sutchs Manager Reg Calvert übernommen
und in "Radio City" umbenannt.
1. Oktober 1964
Nach einer Aufstellung der "ARD" stehen
dem deutschen Fernsehen 512 Fernsehsender zur Verfügung; darunter
36 starke Sender mit 50 kW und mehr und 195 Kleinstsender mit einer
Leistung von einem Kilowatt und weniger.
1. Oktober 1964
Mit einer Eröffnungsansprache des Vorsitzenden
der "Nederlandse Televisie Stichting" (NTS) wird das
zweite TV-Netz offiziell in Betrieb genommen.

1. Oktober 1964
"Radio Tirana", der albanische Auslandsdienst,
beginnt mit einem 30minütigen Programm in deutscher Sprache.
Ab 1968 werden acht Blöcke zu 30 Minuten pro Tag ausgestrahlt.
6. Oktober 1964
An drei Wochentagen (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag)
strahlt der "Hessische Rundfunk" von 19.30 bis 22.00
Uhr ein drittes Fernsehprogramm aus.
14. Oktober 1964
Auf dem Rigi wird der definitive Fernsehsender,
Hauptsender der Zentralschweiz, in Betrieb genommen.
14. Oktober 1964
"Philips" beginnt offiziell mit Farbfernseh-Experimenten
in Eindhoven.
2. November 1964
Haile Selassies Krönungstag wird zum Anlass
genommen, um in Äthiopien das Fernsehen einzuführen.
Studio und Sender sind in Addis Ababas City Hall untergebracht.
Verantwortlich für die technische Einrichtung zeichnet die
britische Firma "Thomson Television International".

25. November 1964
Die "Radio- und Fernsehgesellschaft der deutschen
und der rätoromanischen Schweiz" wird in Luzern gegründet.
Sie setzt sich aus den bisherigen sechs Mitgliedergesellschaften
zusammen: Radio-Genossenschaft Zürich, Radio-Genossenschaft
Bern, Radio-Genossenschaft Basel, Ostschweizerische Radiogesellschaft
ORG, Innerschweizerische Radiogesellschaft IRG, Cumünanza
Radio Rumantsch CRR.
30. November 1964
In Neuchâtel wird die "Société de
radiodiffusion et de télévision de la Suisse Romande" gegründet,
deren Mitgliedergesellschaften die "Fondation de radiodiffusion
et de télévision à Lausanna" und die "Fondation
de radiodiffusion et de télévision à Genève" sind.
1. Dezember 1964
In den Niederlanden tritt ein Gesetz in Kraft, das
es untersagt, von fest verankerten künstlichen Inseln Radio-
und Fernsehprogramme zu verbreiten, Betroffen davon ist "Radio-TV-Noordzee",
nicht aber der populäre Piratensender "Radio Veronica".
5. Dezember 1964
In der Themsemündung beginnt der Piratensender "Radio
London" auf 1125 kHz (266 m) mit Testsendungen.

14. Dezember 1964
Die von einer Plattform vor Hollands Küste
aus operierende Fernsehstation "TV-Noordzee" stellt die
Sendungen ein. Die Besitzer der Station, die "Reklame Exploitatie
Maatschappij" (REM), teilt in einem Communiqué mit,
sie habe sämtliche Rechte - den Gebrauch der künstlichen
Insel, des Senders sowie die fertigen Programme - der ausländischen
Gesellschaft "High Seas TV" in London übertragen.
Für die niederländische Justiz ist dieses juristische
Manöver von keiner Bedeutung.
17. Dezember 1964
Die niederländischen Behörden bringen "Radio-TV-Noordzee" zum
Schweigen. Kurz vor 9 Uhr setzt ein Hubschrauber der niederländischen
Marine einen Polizeitrupp auf der künstlichen Insel ab. Die
technische Einrichtung wird versiegelt. Ein paar Minuten später
verstummt "Radio Noordzee" auf 214 m.
23. Dezember 1964
"Radio London" (Big L), der stärkste
und populärste englische Piratensender, beginnt mit dem regulären
Programm auf 266 m. Der 17-kW-Sender an Bord der "MV Galaxy",
einem ehemaligen Minensucher, wird im Mai 1966 durch einen 75-kW-"RCA"-Sender
ersetzt. Die Musikauswahl -Top 40, US-Hits und LP`s - dazu professionelle
DJ`s wie Paul Kay, Tony Windsor, Chris Denning, Kenny Everett,
Graham Gill, John Peel usw. und perfekt produzierte "Jingels" (Stationsansagen)
kommen beim europäischen Hörer gut an.
30. Dezember 1964
In der BRD sind zehn Millionen Fernsehteilnehmer
registriert.
1964
Die "Liberian Broadcasting Corporation" eröffnet
in Monrovia eine Fernsehstation.

1. Januar 1965
Der Begriff "Landessender Beromünster" (1931
- 1964) wird ersetzt durch "Radio der deutschen und rätoromanischen
Schweiz" (Radio DRS).
Januar 1965
Gründung der "Communauté des télévisions
francophones" in Paris. Sie vereinigt die französischsprachiggen
Fernsehorganisationen Kanadas, Belgiens, Frankreichs, Luxem burgs,
Monte Carlios und der französischen Schweiz.
1. Februar 1965
Beginn der Werbesendungen am Schweizer Fernsehen:
zwölf Minuten in drei Blöcken an allen Wochentagen zum
Minutenpreis von 6 000 Franken. Am bisher sendefreien Dienstag
werden künftig auch Programme ausgestrahlt, zugleich ist der
Sendebeginn neu auf 19.30 Uhr angesetzt. Ab diesem Datum sendet
die Tagesschau täglich drei Nachrichtenbulletins für
jede Sprachregion.
März 1965
Die "Deutsche Welle" nimmt in Kigali (Ruanda)
eine Relaisstation in Betrieb. Es stehen zwei Marconi-Sender mit
je 250 kW Sendeleistung zur Verfügung, die am 26. Oktober
1965 offiziell eingeschaltet werden.

6. April 1965
Mit dem Start von "Intelsat 1" (Ealy Bird")
beginnt die kommerziell nutzbare Nachrichtenübertragung über
Satellit. Obwohl "Early Bird", der von Hughes Aircraft
für "International Satellite Telecommunications" (Intelsat)
gebaut wurde, nur für eine achtzehnmonatige Funktion vergesehen
ist, bleibt er bis Juni 1969 auf seiner geostationären Bahn.
Seine Kapazität umfasst 240 gleichzeitig übertragene
Telephongespräche oder einen Fernsehkanal.
2. Mai 1965
Über den Satelliten "Early Bird" wird
ein erstes Transatlantik-Fernsehprogramm ausgestrahlt. In "Out
of this World", so der Titel der Sendung, sind Beiträge
aus Texas, Philadelphia, dem Vatikan, Barcelona, Santa Cruz, Quebec,
Stockholm und Washington zu sehen.
3. Mai 1965
Der "Süddeutsche Rundfunk" beginnt
mit Stereosendungen (zunächst dreizehn Stunden in der Woche).
31. Juli 1965
Der erste Fernsehsender Ghanas wird in Dienst gestellt.
9. August 1965
Mit der Gründung der Republik Singapur entsteht "Radio-Television
Singapore".

1. September 1965
In Papua, Neuguinea, meldet sich "Radio Western" auf
3305 kHz. Der 250-Watt-Sender in Daru wird bald auf zehn Kilowatt
verstärkt.
20. September 1965
Mit dem "Sender Freies Berlin" ind "Radio
Bremen" gemeinsam eröffnet der "Norddeutsche Rundfunk" die
erste Spielzeit des dritten Fernsehprogramms.
23. September 1965
Mit einem "Easy Listening Format" meldet
sich "Radio 390" als neuer englischer Piratensender.
Als Standort dient das alte Armeeford Red Sands in der Themsemündung,
das zuvor "Radio Invicta" (3. Juni bis 18. Dezember 1964)
und "King Radio" (Januar bis September 1965) beherbergte.
Der 35-kW-Sender erreicht 2,5 Millionen Hörer. Im September
1966 erhält die "Estuary Radio Ltd.", die Besitzerin
der Station, eine Vorladung wegen illegaler Sendetätigkeit
innerhalb der Dreimeilenzone. "Radio 390" wird zu einer
Geldstrafe verurteilt und beendet seine Sendungen vorübergehend.
Am 1. Januar 1967 wird die Station wieder aktiv, bis am 28. Juli
1967 der Sender endgültig abgeschaltet wird.
11.Oktober 1965
In den Niederlanden wird das dritte UKW-Netz durch
Minister Vrolijk eröffnet. Ab dem 28. Dezember 1965 kann "Hilversum
3" auch auf Mittelwelle empfangen werden.

26. Oktober 1965
Die Relaisstation Kigali (Rwanda) wird in Dienst
genommen. Ein 250-kW-Kurzwellensender überträgt die Programme
Internationaler Rundfunkdienste in ihr Zielgebiet.
Am 21. Juni 1969 wird ein zweiter 250-kW-Sender dazugeschaltet.
28. Oktober 1965
Mit der Fertigstellung des 250-kW-Kurzwellensenders
in Blomendal (südlich von Johannesburg) nimmt "Radio
RSA", vorläufig mit dem Afrikadienst, den Sendebetrieb
auf. Ein halbes Jahr später wird der mehrsprachige Auslandsdienst
eingeführt.
Oktober 1965
Die französische Kolonie Neu-Kaledonien erhält
Fernsehen.
7. November 1965
In der Dresdner Technischen Universität werden öffentliche
farbfernseh-Versuchsübertragungen durchgeführt.
7. November 1965
Als erster Piratensender mit einem Programm rund
um die Uhr beginnt "Radio Essex" auf 222 m mit den regulären
Sendungen. Vom Ford "Knock John Tower" aus versorgt der
1-kW-Sender die Grafschaft Kent mit einem okalprogramm. Am 25.
Dezember 1966 schliesst die Station, jetzt als "Britains Better
Music Station", weil die englischen Behörden herausgefunden
haben, dass der Sender innerhalb der Dreimeilenzone aktiv ist.

11. November 1965
In Rhodesien (Zimbabwe) wird die "Rhodesia
Broadcasting Corporation" gegründet.
November 1965
Auf den Winwood-Inseln wird der "Winward Island
Broadcasting Service" in "Radio Free Grenada" umbenannt.
31. Dezember 1965
Auch Schottland erhält einen Piratensender.
Pünktlich zum Jahreswechsel meldet sich vom Sendeschiff Comet "Radio
Scotland" auf 242 m. Die Station erreicht eine grosse Popularität
im Norden des Landes, was dem Einsatz des Managers Tommy Shields
zu verdanken ist.
Dezember 1965
Britt Wadner, die Betreiberin des Offshore-Senders "Radio
Syd", beginnt mit Fernsehtestsendungen vom Sendeschiff "Cheeta
2" aus. Der 5-kW-Sender arbeitet auf UHF, Kanal 41. Das Vorhaben
erweist sich bald als unrealistisch.
1965
Auf der Ascension-Insel im Atlantischen Ozean meldet
sich die Station "Volcana Radio" auf 1600 kHz. 1969 wird
der 1-kW-Mittelwellensender dirch einen 45-Watt-FM-Sender ergänzt.

1965
"Radio Monte Carlo" richtet Studios an
der rue Magellan in Paris ein, und beginnt auf Langwelle 218 kHz
zu senden. Der 1200-kW starke Sender befindet sich in Col de la
Madone, wo er die 320 m hohe Drei-Mast-Antenne speist.
1965
Das Tourismus-, Informations- und Rundfunkdepartement
der Seychellen führt auf der Hauptinsel Mahé das Radio
ein.
1965
"Rede Globo", das brasilianische Fernsehunternehmen
der mächtigen Verlegerfamilie Marinho, wird in Betrieb genommen.
Nach dem Vorbild der amerikanischen Networks überziehen sie
das Land mit einem Netz von eigenen und affilierten Stationen;
55 sind es heute insgesamt, die seit kurzem via Satellit miteinander
verbunden sind.

3. Januar 1966
Die Zuschauer in der DDR werden mit einem Fernseh-Vormittagsprogramm
der "ARD" und dem "ZDF" beglückt.
20. Januar 1966
Die schwedische Offshore-Station "Radio Syd" stellt
die Sendungen ein.
Am 1. August 1962 verabschiedeten Dänemark, Schweden, Norwegen
und Finnland ein Gesetz, das jegliche Art von Hilfe für die
Piratensender unter Strafe stellte. "Radio Nord" und "Radio
Merkur" beendeten daraufhin die Sendungen. Nur Britt Wadner,
die Besitzerin von "Radio Syd", gab nicht auf. Im Sommer
1965 musste sie deswegen eine dreimonatige Gefängnisstrafe
absitzen. Heute sendet "Radio Syd" in Banjul, Gambia,
von Land aus auf 909 kHz (5 kW).
7. Februar 1966
Der "Westdeutsche Rundfunk" beginnt mit
Farbfernsehtestsendungen.
7. Februar 1966
Beginn ungewöhnlicher Fernsehdemonstrationen
in Südvietnam. Eine Super Constellation der US-Navy kreist
in einer Höhe von 10 500 Fuss über Saigon mit einer Geschwindigkeit
von von 170 Meilen pro Stunde. An Bord befinden sich drei 2,5-kW-Sender,
zwei Video Tape-Geräte, Regiepult, 16-mm-Filmausrüstung
und ein kleines Aufnahmestudio. Um 19.30 Uhr (Lokalzeit) sendet "THVN" das
erste Programm auf Kanal 9 aus. Geboten werden Nachrichten, May-Day-Paradefilm,
Unterhaltung, vietnamesisches Pilotentraining und kurze Ansprachen
von Minister Nguyen Ky und US-Botschafter Henry Cabot Lodge. Im
Juni des gleichen Jahres wird zwischen Südvietnam und den
USA ein Abkommen getroffen, was zur Folge hat, dass die Amerikaner
vier herkömmliche Bodenstationen installieren.
12. Februar 1966
Die Programmstelle der "Cumènanza Radio
Rumantsch" in Chur (inbetrieb seit Dezember 1965) wird offiziell
eröffnet. Sie gewährleistet die angemessene Berücksichtigung
des rätoromanischen Sprachgebietes in den Radio- und Fernsehprogrammen
der "SRG".

März 1966
Der "Swaziland Broadcasting Service" startet
mit einem Rundfunkdienst.
20. April 1966
Das Laboratorium der "Nederlandse Radio Unie" (NRU)
strahlt erstmals über Staatssender Stereosendungen aus.
1. Mai 1966
"Radio RSA" - die Stimme Südafrikas
- beginnt mit dem Auslandsdienst in den Sprachen Englisch, Französisch
und Portugiesisch. Zum Einsatz gelangt ein 250-kW-Sender der "H.F.
Verwoerd-Anlage"
3. Mai 1966
Aus Kiew in der Ukrainischen Sowjetrepublik meldet
sich "Radio Kiew" mit deutschsprachigen Sendungen.
3. Mai 1966
Vor der englischen Küste beginnt eine neue
Offshore-Station zu senden. Der eine Sender an Bord der "Laissez
Faire" nennt sich "Swinging Radio England" und ist
auf die jüngeren Hörer abgestimmt. Der zweite Sender
- für Hörer über zwanzig - bringt ein "Easy
listening"-Format unter dem Namen "Britain Radio".

31. Mai 1966
Am tunesischen Nationaltag wird das Fernsehen offiziell
eröffnet. Seit Jahresbeginn finden Testsendungen in arabischer
und französicher Sprache statt. Zum Jahresende sind in Tunesien
5 500 Fernsehgeräte registriert.
1. Juni 1966
Der Missionssender "Family Radio" ändert
das Rufzeichen und sendet jetzt unter dem Namen "Radio New
York World Wide".
2. Juni 1966
Nach weicher Landung der Mondsonde "Surveyor" erleben
die Fernsehteilnehmer die erste Fernseh-Direktübertragung
vom Mond. Die Aufnahmen werden über die Strecke Mond - Pasadena
(Kalifornien) - Andover - Fernmeldesatellit "Early Bird" -
Goohilly Down (Grossbritannien) - Eurovisionszentrale Brüssel
empfangen.
4. Juni 1966
Auf 1115 kHz (269 m) meldet sich Englands jüngster
Piratensender, "Radio 270".
14. September 1966
Zwischen Stockholm und Eindhoven werden versuchsweise
Farbfernseh-Sendungen via Eurovisionsnetz ausgetauscht.

30. September 1966
Als letztes Bundesland stellt West-Berlin die Drahtfunksendungen
ein.
30. September 1966
In Island wird das Fernsehen eingeführt. Aus
Reykjavik wird das erste reguläre Fernsehprogramm ausgestrahlt.
Aus finanziellen Gründen ist der Donnerstag sowie der ganze
Monat Juli fernsehfrei. Diese Regelung wird erst 1983 geändert.
(Siehe 1.7.1983)
September 1966
"Radio Portugal" nimmt in Pegoes vier
100-kW-Kurzwellensender in Dienst.
1. Oktober 1966
Inbetriebnahme des neuen Tagesschau-Studios an der
Kreuzstrasse 20 in Zürich. Von dort wird die tägliche
Informationssendung "Tagesschau - Téléjournal
- Telegiornale" für die ganze Schweiz ausgestrahlt.
2. Oktober 1966
Die holländische Rundfunkgesellschaft "Televisie
Radio Omroep Stichting" (TROS) beginnt mit Radio- und Fernsehsendungen. "TROS" entstand
aus dem Unternehmen "Radio-TV-Noordzee", das, von einer
künstlichen Insel aus operierend, im Dezember 1964 zum Schweigen
gebracht wurde.

4. Oktober 1966
Anlässlich der Feier des Unabhängigkeitstages
beginnt "Radio Lesotho" mit 600 Watt zu senden.
26. Oktober 1966
Gründung der staatlichen "National Iranian
Radio and Television". 1967 werden Stationen in der Hafenstadt
Bandar Abbas und in Rezaieh im Nordwesten Irans errichtet. Für
die Finanzierung der Programme ist die Regierung zuständig.
Fernsehgebühren für die Zuschauer gibt es nicht.
1. November 1966
Probeweise wird der neue TV-Sender Lopik 2 (für
das zweite holländische Fernsehnetz) mit einer Leistung von
100 kW eingeschaltet. Bis dato war ein experimenteller 250-Watt-Sender
in Betrieb.
4. November 1966
Der Piratensender Swinging Radio England" stellt
den Sendebetrieb ein. Gegen die Konkurrenzstationen "Caroline" und "London" kam
der von amerikanischen Geschäftsleuten finanzierte Popsender
nicht an. Das Sendeschiff geht jetzt vor Hollands Küste vor
Anker. Die zweite Station an Bord, "Britain Radio", strahlt
weiterhin mit Erfolg ein "Easy listening"-Programm aus.

14. November 1966
Hollands populärer Piratensender "Radio
Veronica" bekommt Konkurrenz. Vom Sendeschiff "Laissez
Faire" aus nimmt "Radio Dolfijn" (vormals Radio
England) mit einem leichten Unterhaltungsprogramm den Sendebetrieb
auf. Im Volksmund wird der Sender bald "Radio Flipper" genannt.
5. Dezember 1966
Der "Bayerische Rundfunk" beginnt mit
Stereo-Versuchssendungen. Der offizielle Start findet am 24. Dezember
1966 statt. Vorerst wird nur das zweite Programm in Stereo ausgestrahlt.

1966
Auf der Insel Palau, im westlichen Pazifik, nimmt
die kommerzielle Station "WSZB" mit 250 Watt den Programmdienst
auf. Der von der Regierung kontrollierte Sender erhöht 1979
die Sendeleistung auf fünk kW und wechselt die Frequenz von
1500 auf 1557 kHz.
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