Besichtigung der Museums-Telefonzentrale Magden 23.08.2003

Galerie Museums-Telefonzentrale Magden

 
Im Schneckentempo zum Zug  

Alle die ab Basel angereist kamen, hatten den längsten teil der Reise bereits im Bahnhof absolviert: Auf den neuen Rolltreppen zu den Gleisen! In Basel stehen nämlich jetzt die langsamsten Rolltreppen der Welt, als Antrieb wurden bestimmt die alten Bahnhofsuhren verwendet.

Dafür klappte der Anschluss in Rheinfelden auf das Postauto innert nur drei Minuten perfekt, die haben zum Glück keine Rolltreppen...

Im Postauto trafen wir Christoph Schaffner, der einen Zug früher angereist kam, weil er selbst nicht glaubte, dass drei Minuten auf der Einladung zum umsteigen reichen würden. Pikantes Detail: Er hatte die Einladung mit diesem Zug selbst geschrieben...
 
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Museums-Telefonzentrale Magden  

Die Museums-Telefonzentrale Magden ist eine Aussenstelle des PTT-Museum, Bern.
Die kleine RFCB-Exkursion wurde von Christoph Bürgin und Peter Vogt herzlich und kompetent empfangen. Sie haben Jahrzehnte lang solche Zentralen gebaut und gewartet.

Im Gebäude innern wartete die Pentaconta-Telefonzentrale auf die Besucher. An diese Zentrale konnten maximal 2000 Teilnehmer angeschlossen werden. Die Zentrale ist noch betriebsfähig, um sie "fit" zu halten wird Hightech eingesetzt: Auf dem ersten Bild sieht man den Anrufsimulator, der stundenlang kreuz und quer durch alle Nummern durch telefoniert, damit die Relais und Register bewegt werden und keine Standschäden entstehen.

Auf dem letzten Bild ist die Kurztext-Sprechmaschine Typ AMESA zu sehen. Sie wurde als Mechanisierte Dienststelle für regionale Nachrichten mit dreistelligen Rufnummern zwischen 1970 und 1990 eingesetzt.
 
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Der Kabelkeller  
Die Kabel die wir zu sehen bekamen, wurden von unserem langjährigen Mitglied Otto Mischler in den 60er Jahren eigenhändig von Rheinfelden nach Magden verlegt und oben in der Zentrale auf die Strips aufgeschaltet. Er wusste natürlich viel interessantes über sein Werk zu erzählen.
Auf dem ersten Bild sieht man die Gebührenzähler, diese wurden Fotografiert. Die Bilder wurden nach Bern ins Rechenzentrum gesendet, wo sie automatisch eingelesen und fakturiert wurden. Auf dem zweiten Bild ist ein Modell der Telefonzentrale System Rotary 7D2, eine solche Zentrale war in Magden von 1936 bis 1967 in Betrieb, also die Vorgängerin der Kreuzwählerzentrale Pentaconta, die wir besichtigen durften.
 
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Die neue digitale Telefonzentrale  
1992 kehrte im neuen Zentralengebäude gleich nebenan gespengstische Ruhe ein. Vorbei war das vertraute geklapper der Relais und der Geruch von Lötzinn. Die neue digitale Zentrale IFS-EWSD fasst alle Teilnehmer von Magden zusammen. Sie dient eigentlich als Unterzentrale von Möhlin, welche dann die Fernverbindungen herstellt. Die neuen Zentralen werden ferngewartet, Teilnehmer werden softwaremässig aufgeschaltet, es muss keiner mehr mit dem Lötkolben die Leiter hoch und Umschaltungen vornehmen. Menschlichen Besuch bekommt die Zentrale nur noch, um für einen Teilnehmer ADSL aufzuschalten oder wenn es der Computer wünscht: Er sagt genau, welche Platte defekt ist und somit ausgewechselt werden soll...
 
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Mittagessen  
Das Mittagessen nahmen wir im schattigen Garten des Restaurants Blume in Magden ein. Danach verflüchtigten sich die Teilnehmer in alle Himmelsrichtungen: Mit Auto, Motorrad, Postauto, Bahn oder Schiff.
 
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Geschichte  
  804 Magden wird erstmals urkundlich erwähnt
1896 Erster Telefonabonnent mit Anschluss an Handzentrale Basel
1911 Eröffnung einer Telefonstation in Magden
1928 Inbetriebnahme der automatischen Landzentrale Magden
1936 Neue automatische Telefonzentrale System Rotary 7D2
1967 Ablösung durch Kreuzwählerzentrale System Pentaconta
1992 Ablösung durch digitale Zentrale System IFS-EWSD
 
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